
Die allermeisten Menschen bei uns im Kreis Herford werden das neue Jahr diesmal deutlich ruhiger begrüßen. Partys sind verboten und ab 1 Uhr gilt die Ausgangssperre. Die Polizei bei uns im Kreis wird trotzdem wie in jedem Jahr im Großeinsatz sein. Es werden mehr Kollegen als sonst unterwegs sein, sagte uns eine Polizei-Sprecherin. Eine genaue Zahl dürfe sie nicht nennen. Es würde unter anderem darauf geachtet, dass die Corona-Regeln im öffentlichen Raum eingehalten werden. So habe es in den letzten Tagen immer wieder Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre gegeben. Im Einzelfall können diese mit bis zu 500 Euro Bußgeld bestraft werden.
Innenminister Herbert Reul sprach davon, dass über 4.800 Polizisten für Ordnung und Sicherheit auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sorgen werden. Außerdem sind weitere Kräfte in Bereitschaft und bei Bedarf abrufbar.
Was ist Zuhause erlaubt und was nicht?
Laut Bundesregierung sind in der Silvesternacht private Zusammenkünfte des eigenen und eines weiteren Haushalts erlaubt. Maximal dürfen sich dabei fünf Personen treffen. Kinder bis 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Das NRW-Gesundheitsministerium betonte zudem: Weiterhin gelte die dringende Empfehlung, die Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich anzuwenden und soziale Kontakte auf das wirklich Nötigste zu beschränken.
Was darf in der Silvesternacht draußen unternommen werden?
Hier gilt grundsätzlich, was auch schon zuletzt die Regel war: Im öffentlichen Raum dürfen sich fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
Wie lange dürfen wir an Silvester raus?
Im Kreis Herford gilt in der Silvesternacht eine Ausgangssperre von 1 bis 6 Uhr. Ausnahmen sind: Ausübung beruflicher Tätigkeit, die zwingend in diesem Zeitraum erfolgen muss, Unterstützung Hilfsbedürftiger, dringend erforderliche Inanspruchnahme medizinischer oder veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, Handlungen zur dringend erforderlichen Versorgung von Tieren, Begleitung Sterbender, Verlassen der Wohnung zum Schutz von Leib und Leben (z. B.: Hausbrand)
Wie ist es mit Feuerwerk?
Feuerwerke wird es vielerorts nicht geben - verboten sind sie aber nur mancherorts. Ein generelles Böllerverbot gibt es in NRW nicht – aber die einzelnen Kommunen haben Feuerwerk-Verbotszonen ausgewiesen. Im Kreis Herford sind öffentliche Feuerwerke verboten. Privates Feuerwerk ist zwar erlaubt, aber nicht überall. Man sollte es trotzdem nicht machen. Solltet Ihr ein privates Feuerwerk auf der Straße oder auf einem Platz planen, dann fragt bei Eurer Stadt nach.
Der Verkauf von Feuerwerk und Böllern ist in ganz Deutschland untersagt worden. Konkret verboten wurde bundesweit der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2, also das klassische Silvesterfeuerwerk wie Raketen, Knaller oder Batterien. Im Gegensatz zum Verkaufsverbot von Erwachsenen-Feuerwerk dürfen Händler Wunderkerzen, Tischfeuerwerk und sogenanntes Kinderfeuerwerk anbieten. Ob mit bereits früher gekauften Böllern geknallt werden darf, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich geregelt.
Beispielsweise Innenminister Reul unterstrich, dass Raketen und Böller am besten nicht gezündet werden sollen: «Lassen Sie es doch einfach sein, gehen Sie auf Nummer sicher.» Es entlaste das Gesundheitssystem, wenn die Risiken von Unfällen mit Pyrotechnik minimiert würden, bekräftigte er.
Wie stellt sich die die Polizei für Silvester auf?
Im Kreis Herford werden an Silvester mehr Polizisten als sonst unterwegs sein. Innenminister Herbert Reul sprach davon, dass über 4.800 Polizisten für Ordnung und Sicherheit auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sorgen werden. Außerdem sind weitere Kräfte in Bereitschaft und bei Bedarf abrufbar. In Herford ist neben der Polizei auch das Ordnungsamt unterwegs. Dabei wird streng auf die Ausganssperre geachtet. Der Verstoß dagegen kann bis zu 500 Euro kosten.
Was ist mit Ausflügen in Schnee-Regionen?
Verboten sind Ausflüge etwa ins Sauerland nicht. Doch davon wird abgeraten, nachdem es zuletzt zahlreiche Tagestouristen dorthin gezogen hatte. Neben Winterberg appellierte auch die Eifelgemeinde Hellenthal an schneehungrige Ausflügler, nicht mehr zu kommen.