
Die Bund-Länder-Schalte zu den Corona-Maßnahmen hat noch nicht begonnen, da hagelt es schon massive Kritik. Handel und Gastronomie beklagen, dass kaum Lockerungen zu erwarten sind. Für viele Betriebe sei eine baldige Öffnung "die letzte Chance, um ihr Geschäft und die Arbeitsplätze zu retten", heißt es. Das sieht auch die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen so. Die IHK hat vor der Bund-Länder-Konferenz noch schnell ein Positionspapier verabschiedet.
IHK Ostwestfalen stellt elf Forderungen
Eine pauschale Verlängerung des Lockdowns ab dem 8. März lehnt die IHK-Vollversammlung ab. Branchen, in denen es wenig Kontakt zwischen Menschen gibt, müssen ab dann wieder öffnen, sagt die IHK. Damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, müsse auch an der Impfstrategie geschraubt werden. Auch in Schnell- und Selbsttests sieht die IHK eine Möglichkeit, um langsam aus der Krise zu kommen. Daneben gibt es die Forderung, Corona-Hilfsgelder schneller und unbürokratischer auszuschütten.
Die IHK schaut aber auch schon auf die Zeit nach Corona: ein „aufmachen und weiter so“ werde es nicht geben, sagt IHK-Präsident Meier-Scheuven. Der Neustart werde ein Kraftakt. Dafür brauche es eine finanzielle Perspektive.